Selbstanzeigeberatung

7. September 2014

Seit Anfang 2010 steht die Selbstanzeige unter gesteigerter öffentlicher Beobachtung. Seit dem Ankauf der Steuer-CDs häufte sich die Anzahl der Selbstanzeigen in bislang nicht da gewesenem Maße. In 2013 gingen bei den Finanzämtern bundesweit mehr als 24.000 Selbstanzeigen ein.

Eine Vielzahl von Politikern fordert die Abschaffung der Selbstanzeige. Damit jedoch weiter unentdecktes Geld in die Kassen gespült wird, wird von einer Abschaffung der Selbstanzeige bisher abgesehen. Die Selbstanzeige bleibt alleiniges Lösungsmittel, um bislang nicht deklarierte Einkünfte strafbefreiend offenzulegen.

Das Institut der Selbstanzeige wurde und wird jedoch weiter verschärft. Inzwischen gilt die Vorgabe: „Ein Schuss, ein Treffer.“ Eine Art „Salamitaktik“, mit der man nach und nach die Einkünfte offen legte, darf es nicht mehr geben; die Unwirksamkeit der Selbstanzeige wäre ansonsten vorprogrammiert.

Wir helfen Ihnen bei der Beschaffung der erforderlichen Unterlagen und stellen diese für Sie zusammen. Wir klären, welche Jahre streitanfällig sind, wie hoch Ihre Zinseinnahmen sind, ob für die Berechnung Ihrer ausländischen Einkünfte transparente oder intransparente Fonds mit Strafbesteuerung zu berücksichtigen sind und berechnen die Hinterziehungszinsen, damit Sie die für die Wirksamkeit der Selbstanzeige erforderliche Liquiditätsbelastung einplanen können.

Im Anschluss an eine Selbstanzeige erfolgen zwingend die Einleitung des Strafverfahrens und die Überprüfung der Selbstanzeige durch das Finanzamt. Hierbei treten wir, soweit erforderlich, mit den Finanzämtern für Steuerstraf- und Bußgeldsachen sowie den Veranlagungsfinanzämtern in Kontakt. Wir begleiten das Steuerverfahren, nehmen die Prüfung der Steuerbescheide vor und stellen noch etwaig erforderliche Anträge. Unsere Tätigkeit endet dann mit der Einstellung des Strafverfahrens.